Nachdem wir den Montag mit Reparaturen geduldig im Hafen von Palma verbracht hatten, ging es am  Dienstag etwas verspätet los. An sich wollten wir in Es Trenc ankern, aber die Wettervorhersage war Windstärke 5, sodaß wir in dem benachbarten Hafen Sa Rapita wegen eines Liegeplatzes anfragten. Leider negativ. Also Anruf in Cala d Or, einem geschützten Hafen an der Ostküste Mallorcas. Wir könnten im Becken des Travellifts liegen. O.k.

Ein wunderschöner Segeltorn begann: Sonne, guter Wind, straffe Segel – wir waren glücklich-allerdings nur bis Höhe Es Trenc, wo uns der Wind voll auf die Nase wehte. Also Segel runter und unter Motor gegen an. Das war dann kein Vergnügen mehr. Die Jackpot kämpfte sich redlich mit 6 Knoten durch die Wellen, stampfte ein, Gischt traft uns immer wieder und wir waren höllisch froh, wieder eine intakte Sprayhood zu haben. Der Wind nahm so stark zu, daß wir zeitweise 27-28 Knoten laut Windanzeige hatten.

Deswegen waren wir auch erlöst, endlich die drei Fingerbucht mit weniger Wind und ruhigem Gewässer nach fast 9 Stunden erreicht zu haben. Der Marinero nahm uns am Hafenende in Empfang. Bei noch deutlichen Windböen driftete aber das Boot seitlich ab. Gott sei Dank hatte Gitti den Fender parat, sodaß nichts passierte. Warum ?? Unser Bugstrahlruder hatte versagt. Am Morgen hatte alles super funktioniert und jetzt der nächste Tiefschlag. Dazu mußten wir 100 Euro Deposit für das Liegen im  Liftkanal, 50 Euro Deposit für ein Anschlußkabel und 20 Euro Deposit für die Duschkarte hinterlegen. Wir waren tierisch genervt und nach 9 Stunden Fahrt auch körperlich kaputt. Als ich dann auch noch unsere Schlafkabine ausräumte, um an die Batterie zu kommen, stand erstmal der Haus-bzw. Schiffssegen schief. Nur ein spätes Abendessen konnte die Gemüter etwas beruhigen. Wir hatten uns eigentlich den Urlaub anders vorgestellt.

 

Mi 21.8.2019

Die Nacht war unruhig. Gegen 4.00 Uhr randalierten einige angetrunkene Touristen lautstark in unserer Nähe.Draußen wehte immer noch die steife Brise, sodaß für mich die Nacht kurz war. Um 9.00 mußten wir schauen, ob wir überhaupt für eine weitere Nacht noch einen Liegeplatz in diesem Hafen bekamen. Ja, ging klar. Jetzt einen Elektriker auftreiben. Erster Versuch in der Werft, der konnte aber frühestens abends. Also zu seahelp – die sogenannten gelben Engel auf dem Wasser – deren Büro ich zufällig auf dem Weg zum Marinaoffice entdeckt hatte. Die waren sehr freundlich und der Techniker ging gleich mit. Nach einer kurzen Messung kam die Antwort: Bugstrahlruder-Batterie defekt. Eine neue muß her. Sie kommt heute Abend und wird dann noch eingebaut in der Hoffnung, daß dann auch das Bugstrahlruder wieder geht……..

 

 

 

Kategorien: Logbuch

2 Kommentare

Dirk · 22. August 2019 um 7:52

Wo ein Wille, da auch ein Weg
ICH hoffe die Batterie passt und Ihr könnte wieder gut Weitersegeln.
Viel Spaß weiterhin✌️

Thomas · 23. August 2019 um 9:37

Das ich so lange gebraucht habe endlich auf Eure www zu gehen.
Glückwunsch, das ist absolut gelungen. Sehr informativ und natürlich sind die Leiden markanter wie die Freuden (z.B. Batterie).Gut wenn man/ frau es Bugstrahlruder kann. Mehr Spaß wie bisher & allzeit gute Winde Euer Thomas

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